auf der wiesn

5. September 2005

buga 2005 :: münchen riem

“architektonisch wertvolle anlagen”, “besonderes konzept”, “keine gartenschau im klassischen sinne” - solche statements hört man und will sie auch mal sehen, die ganz andere “buga”.

ausnahmslos alle familien münchens hatten an dem tag den selben gedanken, und so standen wir dann zusammen in den zellgärten. dort ist alles ganz überdimensional groß, man durchquert vogelnester und zellkerne. ist ganz nett, vor allem für kinder. für die ist eh einiges geboten. sie können viel entdecken, riechen, fühlen, spielen.

aber: warum wurden die perspektivenwechsel nicht großflächiger angelegt? das gelände ist riesig. man simuliert fugen in fließenplatten, in denen man sich fühlen soll wie eine ameise, aber nach drei platten ist man schon wieder draußen. schöner gedanke - aber wie viel schöner wäre es, wenn man sich wirklich in ihm verlieren könnte, die weite und die enge fühlen und spüren würde.

spannender ist “evergreen”, das kunstprojekt der akademie der bildenden künste münchen. auf der sogenannten kunstlichtung und auf dem gesamten gelände der “buga” verteilen sich die rund 40 interventionen, wie die “löwenspinne” [ -> foto]. ein plan gibt orientierung und eine eigens dafür kreierte zeitschrift, “terrain vague”, hintergründe, statements und ein kleines stück blauen himmel im posterformat. es verirren sich kaum menschen zur kunstlichtung und großes interesse an den installationen zeigen auch wenige. wenn man sich aber darauf einlässt, vergisst man in der auseinandersetzung mit kunst und natur sogar kurz die volksmusik- und animationsbeschallung, die aus allen richtungen erklingt, um dem naturerlebnis so richtig einzuheizen - eine oase auf einer riesengroßen grünen wiesn.

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http://www.buga2005.de/